Modul 2 -

Planung einer Alarmanlage

Grundprinzip einer Alarmanlage verstehen

Die Basis jeder weiteren Planung ist es, die grundsätzliche Funktionsweise einer Alarmanlage zu verstehen. Also: Was tut die Alarmanlage? Diese besteht grundsätzlich aus 3 Komponenten:

  • Sensoren

  • Alarmzentrale

  • Ausgabegeräte

Wie der Name schon ausdrückt, ist die Alarmzentrale das Zentrum der Anlage. Man kann sie sich wie einen Computer vorstellen, der alle anderen Komponenten steuert. Die Zentrale bekommt Informationen von einem oder mehreren Sensoren, verarbeitet diese nach vom Benutzer vorgegebenen Regeln und bewirkt gegebenenfalls gezielte Aktionen an einem oder mehreren Ausgabegeräten.

Beispiel:

  • Ein Fenster oder eine Tür wird durch Gewalt in Schwingung gestzt

  • Ein Fenster wird geöffnet

  • Der am Fenster angebrachte Öffnungsmelder meldet die Öffnung an die Zentrale

  • Die Zentrale überprüft, ob ein Alarm abzugeben ist

  • Wenn ja, sendet sie ein Signal an eine Sirene

  • Die Sirene gibt ein akkustisches Warnsignal ab

Damit ist das Grundprinzip auch schon erklärt: Man überlegt sich Ereignisse, die zu einem Alarm führen sollen, sorgt dafür dass diese von Überwachungsmodulen (Sensoren) gemeldet werden und installiert geeignete Signalgeber (Ausgabegeräte), die bei Eintreffen des Ereignisses Alarm schlagen.

Schutz der Außenhaut

Die Basis einer jeden Alarmanlage stellt die Sicherung der Außenhaut des Gebäudes dar. Zwar werden aus Kostengründen auch Alarmanlagen ohne Außenhautschutz angeboten, wer hier spart, spart jedoch am falschen Fleck. Denn nur der Schutz der Außenhaut gewährleistet, dass Alarm ausgelöst wird, bevor der Einbrecher im Haus ist.

Dazu werden alle Stellen, durch die man ins Gebäude gelangt abgesichert. Das geschieht durch sogenannte Tür- und Fenstermelder oder Schock-Sensoren.

 

Diese melden jede Öffnung oder starke Vibrationen eines Fensters oder der Eingangstür an die Alarmzentrale. Befindet sich die Alarmanlage im scharf gestellten Zustand, dann wird ein Alarm erzeugt.

Innenraum überwachen

An erster Stelle steht immer der Schutz der Außenhaut, wie zuvor beschrieben. Ist dieser gewährleistet, ist das bereits die halbe Miete. Dann ist der wichtigste Teil bereits für den Einbruchschutz geschafft. Zur weiteren Absicherung wird die Alarmanlage mit einer zusätzlichen Innenraumüberwachung ausgestattet, welche neben dem Einbruch auch noch vor Überfall, Feuer, Wasserschäden und Gas schützt.  

Eine solche Innenraumüberwachung funktioniert mit sogenannten Bewegungsmeldern, Überwachungskameras, Wassermelder, Feuermelder und Gasmelder. Diese werden so im Gebäude platziert, dass sie einen bestimmten Erfassungsbereich überwachen. Kommt es in diesem Bereich zu einer Bewegung oder Gefahr, so wird das an die Alarmzentrale gemeldet.

Arten von Alarmanlagen

Vor allem bauliche Gegebenheiten sollten die Wahl der Alarmanlage beeinflussen. Hier ein Überblick über den Einsatz sowie Vor- und Nachteile verschiedener Typen von Alarmanlagen:

Verkabelte Alarmanlagen

Verkabelte Alarmanlagen werden vor allem bei Renovierungen und Neubauten von mittleren bis großen Gebäuden (Geschäftlokale, Bürogebäude) verwendet. Wie der Name schon vermuten lässt, bestehen zwischen allen Geräten der Anlage Drahtverbindungen. Aus diesem Grund ist die Installation teurer als bei Funkalarmanlagen.

Drahtlose Alarmanlagen/Funkalarmanlagen

Drahtlose Alarmanlagen/Funkalarmanlagen sind besonders für Nachrüstungen geeignet und kommen vor allem bei Eigenheimen und Wohnungen zum Einsatz. Sie kommen bis auf die Externsignalgeber und eventuellem Netzanschluss ohne Verkabelungen aus. Notruf und und Überfalltaster sind mobil und immer griffbereit. Ihr Einbau ist kostengünstig und leicht zu installieren bzw. zu erweitern.

Typischen Schwachstellen von Objekten

Einbrecher kennen die typischen Schwachstellen eines Hauses und nutzen diese zum mehr oder weniger ungehinderten Eindringen über

Fenster und Glasflächen

  • Erreichbare Fenster

  • Terrassentüren bzw. leicht erreichbaren Loggientüren

  • Garagen- und Kellerfenster oder Kellerschächte

  • Lichtschächte

  • Fenstern

Türen

  • Haupteingang

  • Nebeneingänge (z. B. Verbindung zu Garage oder Keller)

Planung der Alarmanlage

Bei jeder Kundenberatung, muss durch den Sicherheitsexperten für jede Etage eine Installationsskizze erstellt und diese mit der Bestellung an SecurityHome übermittelt werden. Diese wird vom Techniker für die spätere Installation benötigt.

Ein Objekt sollte am besten wie folgt abgesichert werden:

Kellergeschoss

Schutz der Außenhaut

Es sollten alle Eingangstüren, Kellerfenster und Kellerschächte mit einem Schocksensor auf Durchstieg überwacht werden.

 

Schutz der Innenhaut

Es sollten ein Bewegungsmelder installiert werden. Zudem bei einer Gasheizung ein Gasmelder. Sollte sich die Waschmaschine im Keller befinden, dann sollte dort auch ein Wassermelder platziert werden.

Erdgeschoss

Schutz der Außenhaut

Es sollten alle Eingangstüren und Fenster auf Durchstieg überwacht werden. Sprich: Türen und Fenster sollten mit Tür- und Fenstersensoren oder Schock-Sensoren versehen werden.

Schutz der Innenhaut

Es sollten ein Bewegungsmelder und eine Überwachungskamera verbaut werden.

Obergeschoss

Schutz der Außenhaut

Im Obergeschoss sollten lediglich alle leicht zugänglichen Fenster und Türen durch Tür- und Fenstersensoren oder Schock-Sensoren versehen werden.

Schutz der Innenhaut

Es sollten ein Bewegungsmelder und eine Überwachungskamera verbaut werden.